EXPANSION Das Jahr 2050 steht ganz im Zeichen der Expansion der Menschheit im Weltraum. Nicht das wir in Hinblick auf die nächsten fünfzig Jahre – etwas das uns selbst betrifft und nicht unsere Enkelkinder fern in der Zukunft –  eine brauchbare Wahl hätten, auf der Erde zu bleiben. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, durchführbare Konzepte für dieses Vorhaben zu erarbeiten. Wir sprachen darüber mit Prof. Dr. Ganua Rederic aus Asiatischen Konglomerat über eine vielversprechende Möglichkeit, das Problem der Raum und Zeit zu lösen.

Redaktion: Herr Rederic, vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben, mit uns über Ihre Forschung zu sprechen. Können Sie für unsere Leser kurz beschreiben, woran Sie gerade forschen?

G. Rederic: Guten Abend. Mein Team und ich versuchen ein anderes Medium für das Konstrukt ‚Mensch‘ zu entwickeln, dass uns ermöglicht aktuelle Probleme in Zusammenhang mit der Raumfahrt zu anderen Sternen zu bewältigen. Wie Sie wissen, besteht das größte Problem in der relativen Kurzlebigkeit des biologischen Körpers. Mit aktuellen Antriebstechnik dauert es Jahrhunderte, bis ein Raumschiff den nächsten Planeten erreichen kann und noch viel mehr bis man einen Planeten erreicht, auf dem ein Menschliches Körper in einer natürlichen Umgebung ohne technische Hilfsmittel existieren kann. Es bedarf also mehrere Generationen, um das Ziel zu erreichen.

Redaktion: Inwiefern ist ein Generationsschiff ein Problem?

G. Rederic: Es ist immer noch die viel zu große Zeiträume, die bis zum Erreichen des Ziels vergehen. Es wechseln sich viele Generationen und mit jeder neuen Generation ändert sich die Zielsetzung. Im besten Fall erinnern sich die Besatzungsmitglieder noch an die ursprünglich gesetzte Ziele. Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass die Menschen in der x-ten Generation keinen Bezug mehr zu der eigentlichen Mission haben werden und entsprechend die Mission scheitert. Weil die Menschen andere Interessen haben werden, das notwendige Wissen nicht mehr haben oder sich schlicht und ergreifend selbst auslöschen, wie sie das auf unserem Heimatplaneten sehr erfolgreich tun.

Redaktion: Und Sie haben eine Lösung für das Problem der Langlebigkeit gefunden?

G. Rederic: Ja, das haben wir in der Tat. Es sind Maschinen, die die Ausdauer und Langlebigkeit mit sich bringen. Genaugenommen ist die Grundidee, die dahintersteckt, nicht neu. Die Menschen schicken schon seit Jahrzehnten vollautomatische Sonden in den Weltall, die Jahrelang durch den Raum fliegen, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Wenn man aber schafft menschliches Wesen in eine Maschine einzupflanzen, dann hat man die Ressourcen um die Welt zu erobern und die Intelligenz um alle Probleme zu bewältigen.

Redaktion: Sie sprechen von Cyborgs. Ihre Kritiker befürchten, dass genau das verloren geht, was wir zu retten versuchen – die Menschlichkeit. Warum könnte man nicht zum Beispiel Maschinen auf die Reise schicken, die dann am Ziel die Menschen aus Fleisch und Blut züchten?

G. Rederic: Eingefrorene Eizellen könnte man tatsächlich transportieren und von Maschinen züchten lassen. Jedoch ist die Reise wie gesagt sehr lang und es könnten (es ist sogar sehr wahrscheinlich) Probleme auftauchen die nicht voraussehbar sind und dementsprechend nicht gelöst werden könnten. Für eine Problemlösung von der Erde aus wäre es aber zu spät – wegen Zeitverlusts und der gigantischen Entfernung. Wir brauchen Intelligenz vor Ort, wenn das Schiff sein Ziel erreicht.

Und entschuldigen Sie die Offenheit: Menschlichkeit würden wir in jedem Fall verlieren, wenn wir auf diesem Planeten oder näherer Umgebung bleiben und nichts unternehmen.

Redaktion: Vielen Dank für Ihre Zeit

Das Interview führte Michael Frazer